Nomologisches Netzwerk: Was ist New Work?

Nomologisches Netzwerk zu New Work
Nomologisches Netzwerk New Work (Jörg Wittkewitz)

„Frithjof Harold Bergmann war ein österreichisch-US-amerikanischer Sozialphilosoph und Anthropologe sowie Begründer der „New-Work“-Bewegung.“ So steht es im gleichnamigen Eintrag bei der englischen Wikipedia. Seit wenigen Jahren ziehen Berater und Consultingfirmen durchs Land, die sich mit diesem Etikett „adeln“ wollen. Sie verkaufen Manntage für Consulting, Trainings, Workshops und Konzepte in OE/PE, die gern auch zusammen mit Agilität oder VUCA trendy erscheinen.  Nicht wenige der Inhalte gibt es seit 30 Jahren in der Personal- oder Organisationspsychologie und sind dort mehr oder weniger gut repliziert, also mäßig bis gar nicht erprobt oder kaum auf verschiedene Aufgaben und Kontexte übertragbar. Die theoretische Basis wird nicht valider, wenn Pädagogen, ehemalige Lehrer oder Soziologen mit psychologischen Interventionen direkt am Mitarbeitenden oder dem Team ansetzen. Aber das Thema geht eigentlich deutlich tiefer als bekannte Buzzwords…

Weiterlesen

Sportsgeist: Can we have two golds?

Die beiden Hochspringer Mutaz Barshim und Marco Tamberi erreichten beide problemlos eine Höhe von 2,37m ohne Fehlversuche, bis sie beide 2,39m überspringen mussten. Nach drei Fehlversuchen trat ein Offiizieller an sie heran und erklärte, sie könnten es nun in einem Jump-Off unter sich ausmachen. „Ich sah ihn an, und er mich, und wir wussten es. … Weiterlesen

Eignungstests & Diversity: Wann kommt die 4/5-Regel zur Bewerberauswahl in Europa an?

Adverse impact ist der negative Effekt, den ein unfaires und voreingenommenes Auswahlverfahren (z.B. ein Eignungstest) auf eine Minderheit relativ zur Mehrheitsgesellschaft hat. In den USA werden sie als protected groups bezeichnet anhand von Merkmalen, die im Zusammenhang mit gesetzlichen Regelungen gegen Diskriminierung gebräuchlich sind. Für amerikanische Organisationen gilt für solche geschützten Gruppen während eines Auswahlverfahrens – wie einer Einstellungs- oder Beförderungsentscheidung – die Vier/Fünftel-Regel als gesetzliche Notwendigkeit gegen Diskriminierung.

Weiterlesen

KI und Arbeitswelt: Kooperation mit künftiger Intelligenz?

Diskussionen um KI sind bemüht, Nutzen und menschliche Vorurteile in Einklang zu bringen. Die Analyse medizinischer Bilddateien erreicht hohe Erkennungsraten und ist oft besser als erfahrene Diagnostiker. Aber beim Auswerten von Lebensläufen für Personaler und die Anreicherung mit Inhalten über Bewerber aus Profilen sozialer Medien ist für viele Schluss mit der Akzeptanz automatisierter Zuarbeit durch Software.

Weiterlesen

Interdisziplinäre Kompetenzen in Organisationen: Basis für Diversity und Agilität

Ein Dutzend Disziplinen verwendet den Begriff Kompetenz. Oft wird der gesamte Problemkomplex einer sich verändernden Arbeitswelt mit dem Ruf nach neuen Kompetenzen „gelöst“.  Kompetenz fasst viel zusammen: Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und persönliche Eigenschaften. Gibt es überhaupt einen Zusatznutzen zu diesen gut untersuchten Konstrukten der Arbeitswissenschaft und Personalpsychologie?

Weiterlesen